Exportkontrollfachwirt/in (brav)®

Berufsqualifizierungsseminar 2 Präsenzwochen / zusätzliche Lernbriefe und Übungen / mit Abschlussprüfung
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Fragebogen
  • 4 Übersicht
2019-1
Komplizierter werdende Welthandelsgeschäfte, neue Exportvorschriften, gestiegene und weiter steigende Anforderungen der Genehmigungsbehörden und sensibleres Risikomanagement erfordern gut ausgebildetes Fachpersonal für die störungs- und rechtsfehlerfreie Abwicklung aller Außenhandelsgeschäfte. Zur Kernkompetenz eines professionell arbeitenden Unternehmens gehört eine gut funktionierende Exportkontrolle.

Das Konzept
Der wirtschaftliche Erfolg vieler deutscher Unternehmen steht und fällt mit dem Außenhandel. Im Gegensatz zu anderen Aufgabenfeldern fehlt in der deutschen Berufslandschaft sowohl ein Studiengang für Außenwirtschaftsrecht als auch ein staatlich geprüfter Ausbildungsberuf für die Aus- und Fortbildung von Beschäftigten in den Zoll-, Außenwirtschafts- und Versandabteilungen. In den meisten Unternehmen werden verantwortungsvolle, mit hohen fiskalischen, straf- und bußgeldrechtlichen Risiken und nicht zuletzt mit ganzheitlichen Compliance-Gefahren behaftete komplexe außenwirtschaftsrechtliche Geschäftsvorfälle durch Personal ohne systematisch erworbene Fachkenntnisse erledigt. Nicht selten erfolgt die Vorgangserledigung nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht!“. Die hiermit verbundenen Risiken werden bewusst oder unbewusst in Kauf genommen oder werden den Beschäftigten und der Geschäftsleitung erst dann klar, wenn es zu spät ist. Nach Einleitung von Straf- und Bußgeldverfahren oder nach Zustellung von Steuerbescheiden durch die Zollbehörden beginnt die Ursachenforschung und der Versuch einer - meistens erfolglosen - Schadens- begrenzung. Insbesondere bei Verstößen gegen Exportkontrollvorschriften drohen empfindliche Strafen. Bußgelder oder Strafen werden persönlich gegenüber den handelnden Personen und - bei Organisationsmängeln - auch immer gegenüber der Geschäftsleitung verhängt. Zusätzlich droht die Bruttoerlös-Abschöpfung. Dazu kommt ein beträchtlicher Image-Schaden für das Unternehmen. Daher ist eine funktionierende Exportkontrolle für exportierende Unternehmen essenziell.

Seminarinhalte, -aufbau und -ablauf
Wenn Sie genehmigungspflichtige Sendungen exportieren oder innerhalb der EU liefern, müssen Sie gegenüber dem BAFA einen Ausfuhrverantwortlichen benennen. Dies ist in Deutschland immer ein Mitglied der Geschäftsleitung. Da diese die operative Abwicklung meist an Mitarbeiter, sog. Exportkontrollbeauftragte, delegieren, wird dafür fachkundiges Personal im Unternehmen benötigt. Die Fachkenntnisse sind gegenüber dem BAFA bei besonderen Genehmigungs- verfahren und insbesondere bei festgestellten Unstimmigkeiten zum Schutz der Geschäftsführung nachzuweisen. Somit werden kleine Fehler als Arbeitsfehler behandelt und nicht als grob fahrlässiges Handeln der Geschäftsführung ausgelegt.
Mit den neuen EU-Zollvorschriften schreibt der Gesetzgeber seit 2016 vor, dass am Außenhandel beteiligte Unternehmen die komplette Import- und Exportabwicklung mit fachkundigem Personal eigenverantwortlich richtig erledigen. Die Zollkompetenz des Personals ist den Hauptzollämtern im Rahmen von Bewilligungen für Verfahrenserleich- terungen sogar im Detail nachzuweisen. Ein einheitlicher Standard hierzu existiert in Deutschland nicht. Gleichwohl werden häufig Fortbildungszertifikate als nicht ausreichend von den Zollbehörden abgelehnt, weil der Umfang zu gering, der Inhalt zu allgemein gehalten oder aber das Erreichen der erforderlichen Lernziele ungewiss war.

1. Modul (20.-24.05.2019) Grundlagen des Außenwirtschaftsrechts
- Rechtsbereiche beim Export
- gesetzliche Grundlagen der Exportkontrolle
- Folgen von Verstöße
- Definitionen: Ausfuhr, Verbringung, Güter
- Beschränkungen beim Export
- Güter, Ausfuhrzuverlässigkeitsprüfung mit Ausfuhrlisten, Dual-Use-Verordnung
- Länder
- Personen
- Verwendungszwecke
- technische Unterstützung
- Software
- Umfangreiche Übungsfälle
- Antragsverfahren
- Genehmigungsarten
- weitere Bescheide
- notwendige Unterlagen

2. Modul (24.-28.06.2019) Vertiefung des Außenwirtschaftsrechts
- Das zollrechtliche Ausfuhrverfahren
- Standardverfahren / Vereinfachungen
- Dokumentation der Exportkontrollprüfung
- Beteiligte
- Praktische Umsetzung im Unternehmen
- Verantwortlichkeiten
- ICP, Erstellen von Verfahrensanweisungen
- Zeitplan der Prüfung im Unternehmen
- Dokumentation im Unternehmen
- Aufbewahrungspflichten
- mögliche Sanktionen / Selbstanzeige
- US-(Re-) Exportkontrolle Rechtsgrundlagen
- Beschränkungen / Verbote
- Übungen

Ihr Nutzen
Hier lernen Sie das Außenwirtschaftswissen für die unmittelbare praktische Anwendung in Ihrem Unternehmen.
Das Konzept trägt den Anforderungen der deutschen Zollbehörden und des BAFA in vollem Umfang Rechnung: Neben Grundkenntnissen in der Rechtssystematik wird praktisch anwendbares Detailwissen zu allen Themen des Außenwirtschaftsrechts vermittelt, in der Praxisphase durch Lernbriefe und Übungsaufgaben vertieft und am Ende des Seminars durch eine schriftliche Prüfung abgeschlossen. Die Teilnehmer/innen erhalten dann ein bav-Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme. Dieses Zertifikat dient neben dem Nachweis der beruflichen Qualifizierung insbesondere auch als Nachweis Ihrer Kompetenz gegenüber dem BAFA im Antragsverfahren und gegenüber dem Hauptzollamt im Rahmen von Verfahrensbewilligungen.
Außerdem haben Sie danach exklusiven Zugang zum bav-Netzwerk und zu den Exklusiv-Update-Seminaren!

Durch die erfolgreiche Seminarteilnahme
- qualifizieren Sie sich als Fachkraft in einer Außenwirtschaftsabteilung eines Unternehmens. Sie lernen im Detail neben rechtssystematischen Grundkenntnissen, wie Exportgeschäfte zoll- und außenwirtschaftsrechtlich richtig abzuwickeln sind,bekommen Sie kostenfreien Zugang zu unseren regelmäßigen Newslettern mit allen aktuellen Informationen rund um das Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
- erhalten Sie in den Praxisphasen der Module umfangreiche Lernbriefe mit vertiefenden praktischen Übungen zu den Lerninhalten, erhalten Sie attraktive Sonderkonditionen für die Teilnahme an allen bav-Spezialseminaren zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
- erhalten Sie ein offizielles Seminarzertifikat, das als Nachweis von Fachkenntnissen (Zollkompetenz) gegenüber Ihrer Zollbehörde, dem BAFA und Ihrem Arbeitgeber verwendet werden kann.

Referenten
Bekannte Referenten vom BAFA, aus der Zollverwaltung und aus internationalen Unternehmen

Organisatorisches
Die Präsenzphasen aller Module finden in unserem Hause in modernen Seminarräumen statt. Sie beginnen jeweils um 8:30 Uhr und enden um 17:00 Uhr. Am jeweiligen Freitag endet die Schulung um 12:30 Uhr. Am Ende der zweiten Präsenzwoche erfolgt die schriftliche Prüfung und die feierliche Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an!
Telefonnummer: 0421 44 69 46
kontakt@bav-seminar.net

Veranstaltungsort:
Bremen: bav- Bremer Außenwirtschafts- und Verkehrsseminare GmbH, Hillmannstraße 2a, 28195 Bremen
Sie können in unmittelbarer Nähe Hotelzimmer buchen. Unter folgendem Link finden Sie ein Auswahl mit vergünstigten Konditionen.
http://zollfachwirt.de/service
-Bitte bringen Sie einen internetfähigen Laptop mit-
Bremen
2750,00 EUR zzgl. 522,50 EUR (19%) MwSt.

20.05.2019 08:30 - 28.06.2019 12:30

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