DAS NEUE FREIHANDELSABKOMMEN MIT JAPAN (JEFTA-ABKOMMEN)- Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Bundesanzeiger Verlag

Spezial-Seminar mit Schwerpunktsetzung auf die neuen Ursprungsregeln des Abkommens
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
2019-8
SEMINARBESCHREIBUNG
Kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert; Ist Freihandel der richtige Weg oder doch der gegenwärtig in den USA favorisierte Weg des Protektionismus? Die Europäische Union verfolgt ihren Weg zu noch mehr Freihandelsregelungen konsequent weiter. Nach dem großen Freihandelsabkommen mit Kanada folgt in naher Zukunft das nächste Abkommen mit einem Industrieland. Dann soll nämlich das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan (Japanese-European Free Trade Agreement – JEFTA) in Kraft treten.
Besonders die EU-Exporteure können von diesem Abkommen profitieren, wenn sie die Ursprungsregeln des neuen Abkommens anwenden und die EU-Produkte dann zumeist zollfrei auf dem japanischen Markt anbieten können.
Mit Inkrafttreten des Abkommens werden sofort über 90% aller Zölle abgeschafft, was ein Einsparpotenzial von etwa 1 Mrd. Euro jährlich ausmacht. Dies gilt allerdings nur für solche Exporte von Waren, für die die Ursprungsregeln im JEFTA-Abkommen geprüft und erfüllt werden.
Das JEFTA-Abkommen soll zu einer Steigerung des Handelsvolumens in Richtung Japan um über 32% in den nächsten fünf Jahren führen. Importe in die EU sollen im selben Zeitraum um 23% gesteigert werden.
Das Abkommen enthält zahlreiche Besonderheiten sowohl im materiellen Recht (den Ursprungsregeln) als auch im formellen Bereich. Der Präferenznachweis wird in Form einer Ursprungserklärung erfolgen, die Ursprungseigenschaft kann durch den Importeur aber auch durch beliebige andere beweiskräftige Unterlagen nachgewiesen werden. Hier besteht also zunehmende Formfreiheit, was einerseits positiv anmutet, tatsächlich andererseits aber Risiken birgt, weil die Zollstellen einen Ermessensspielraum bei der Anerkennung von nicht formell normierten Nachweisen haben. Der Ermächtigte Ausführer (EA) ist im neuen Abkommen nicht vorgesehen, Bewilligungsinhaber können eine bestehende Bewilligung folglich auch nicht für die Japan-Exporte nutzen.

Im Seminar werden die Ursprungsregeln im neuen JEFTA-Abkommen ausführlich dargestellt und mit Beispielfällen und Übungen für die praktische Anwendung erläutert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den zahlreichen Besonderheiten der Ursprungsprüfung (abweichende Listenregeln, Kumulation, buchmäßige Trennung, Warenzusammenstellungen, Zubehörregelungen, Toleranzregelungen, u.v.a.m.) und den Neuregelungen beim Ursprungsnachweis.
Nach dem Seminar können die Teilnehmer/innen alle Exportprodukte ursprungsrechtlich nach den neuen JEFTA-Vorschriften bewerten und die Nachweise für die Präferenzbehandlung im Importland ausstellen.

Themenübersicht:
Die folgende Übersicht enthält eine Auswahl aller Themenbereiche, die im Forum behandelt werden sollen. Durch aktuelle Rechtsänderungen können sich Verschiebungen in den Schwer¬punkten ergeben.
- Überblick über die Abkommensinhalte
- Liberalisierung des Marktzugangs
- Zollsatzreduzierungen
- Die Ursprungsregeln
- Listenprüfungen
- Systematik des materiellen Rechts zur Ursprungsprüfung
- Das formelle Präferenzrecht
- Dokumentationspflichten für spätere Überprüfungen durch Behörden der Vertragsparteien
- Besonderheiten des JEFTA-Abkommens im Verhältnis zu den übrigen, bereits bestehenden Freihandelsabkommen
- Praktische Übungen und Bespielfälle zur neuen Ursprungsprüfungssystematik
- Diskussion von Einzelfragen der Teilnehmer

IHR NUTZEN
- Sie gewinnen Wettbewerbsfähigkeit bei Ihren Exporten
- Sie beurteilen sich der passenden Einsatz Vorprodukten um mögliche Präferenzvorteile zu nutzen
- Sie machen Ihr Unternehmen prüfungssicher

ZIELGRUPPE / LEVEL
Das Seminar richtet sich insbesondere an Unternehmen, die Im- und Exporte mit dem asiatischen Kontinent, insbesondere mit Japan abwickeln. Es ist geeignet für Leiter/innen von Zollabteilungen, Zollverantwortliche, Compliance-Beauftragte, Zollsachbearbeiter/innen von Unternehmen, die Ursprungsnachweise im Handel mit Japan ausstellen müssen.

- Für die Teilnahme an diesem Forum sind gute Kenntnisse des Präferenzrechts erforderlich.
Nach dem EU Customs Competency Framework ist das Seminar im Level 2 einzuordnen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.bav-seminar.net/seminaruebersicht/eu-customs-competency-framework

IHR VORGESEHENER REFERENT
Dipl.-Finanzwirt Andreas Heuer

SEMINARABLAUF
Montag, 18.02.2019
09.00 Uhr Beginn
11.00 Uhr Kaffeepause
13.00 Uhr Mittagspause
15.00 Uhr Kaffeepause
17.00 Uhr Seminarende

ORT
Bundesanzeiger Verlag
Amsterdamer Straße 192
50735 Köln

ORGANISATORISCHES / ERWARTUNGEN AN DIE TEILNEHMER
Wir bauen zunehmend elektronische Medien und online verfügbare Quellen in unseren Seminaren ein. Bitte bringen Sie daher nach Möglichkeit einen internetfähigen Laptop mit zum Seminar.
Bis zwei Wochen vor Seminarbeginn können Sie Themen, fachliche Fragestellungen und Probleme einreichen, die bei im Forum –ggf. in kleinem Kreis- behandelt werden.

SEMINARGEBÜHR
Die Teilnahmegebühr beträgt 520,00 Euro zzgl. 19% Mehrwertsteuer.
In der Seminargebühr sind enthalten:
- Umfangreiche Seminarunterlagen in Print- sowie in Onlineversion
- bav-Teilnahmezertifikat
- Seminarverpflegung (Getränke, Mittagessen, Obst und weitere Pausenverpflegung)

ANSPRECHPARTNER / BERATUNG
Sollten Sie Rückfragen zu dem Seminar haben oder sich nicht sicher sein, ob das Seminar für Sie passend ist, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Ihr bav-Team
Sie erreichen uns telefonisch unter 0421 44 69 46, oder per Mail an kontakt@bav-seminar.net
Köln
520,00 EUR zzgl. 98,80 EUR (19%) MwSt.

18.02.2019 09:00 - 17:00

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