DAS NEUE FREIHANDELSABKOMMEN MIT JAPAN (JEFTA-ABKOMMEN) -Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Bundesanzeiger Verlag -

Spezial-Seminar mit Schwerpunktsetzung auf die neuen Ursprungsregeln des Abkommens
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
2019-39
Kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert; Ist Freihandel der richtige Weg oder doch der gegenwärtig in den USA favorisierte Weg des Protektionismus? Die Europäische Union verfolgt ihren Weg zu noch mehr Freihandelsregelungen konsequent weiter. Nach dem großen Freihandelsabkommen mit Kanada trat am 1. Februar 2019 das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan (Japanese-European Free Trade Agreement – JEFTA) in Kraft.
Besonders die EU-Exporteure können von diesem Abkommen profitieren, wenn sie die Ursprungsregeln des neuen Abkommens anwenden und die EU-Produkte dann zumeist zollfrei auf dem japanischen Markt anbieten können.
Mit Inkrafttreten des Abkommens wurden sofort über 90% aller Zölle abgeschafft, was ein Einsparpotenzial von etwa 1 Mrd. Euro jährlich ausmacht. Dies gilt allerdings nur für solche Exporte von Waren, für die die Ursprungsregeln im JEFTA-Abkommen geprüft und erfüllt werden.
Das JEFTA-Abkommen soll zu einer Steigerung des Handelsvolumens in Richtung Japan um über 32% in den nächsten fünf Jahren führen. Importe in die EU sollen im selben Zeitraum um 23% gesteigert werden.
Das Abkommen enthält zahlreiche Besonderheiten sowohl im materiellen Recht (=Ursprungsregeln) als auch im formellen Bereich. Der Präferenznachweis wird in Form einer Ursprungserklärung erfolgen, die Ursprungseigenschaft kann durch den Importeur aber auch durch beliebige andere beweiskräftige Unterlagen nachgewiesen werden. Hier besteht also zunehmende Formfreiheit, was einerseits positiv anmutet, tatsächlich andererseits aber Risiken birgt, weil die Zollstellen einen Ermessensspielraum bei der Anerkennung von nicht formell normierten Nachweisen haben. Der Ermächtigte Ausführer (EA) ist im neuen Abkommen nicht vorgesehen, Bewilligungsinhaber können eine bestehende Bewilligung folglich auch nicht für die Japan-Exporte nutzen.

Im Seminar werden die Ursprungsregeln im neuen JEFTA-Abkommen ausführlich dargestellt und mit Beispielfällen und Übungen für die praktische Anwendung erläutert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den zahlreichen Besonderheiten der Ursprungsprüfung (abweichende Listenregeln, Kumulation, buchmäßige Trennung, Warenzusammenstellungen, Zubehörregelungen, Toleranzregelungen, u.v.a.m.) und den Neuregelungen beim Ursprungsnachweis.
Nach dem Seminar können die Teilnehmer/innen alle Exportprodukte ursprungsrechtlich nach den neuen JEFTA-Vorschriften bewerten und die Nachweise für die Präferenzbehandlung im Importland ausstellen.

Themenübersicht:
Die folgende Übersicht enthält eine Auswahl aller Themenbereiche, die im Forum behandelt werden sollen. Durch aktuelle Rechtsänderungen können sich Verschiebungen in den Schwerpunkten ergeben.
- Einführung in das Präferenzrecht
- Überblick über die Abkommensinhalte
- Zollsatzreduzierungen
- Ursprungsregeln und Listenprüfungen
- Systematik des materiellen Rechts zur Ursprungsprüfung
- Das formelle Präferenzrecht
- Dokumentationspflichten für spätere Überprüfungen durch Behörden der Vertragsparteien
- Besonderheiten des JEFTA-Abkommens im Verhältnis zu den übrigen, bereits bestehenden Freihandelsabkommen
- Praktische Übungen und Bespielfälle zur neuen Ursprungsprüfungssystematik
- Diskussion von Einzelfragen der Teilnehmer

IHR NUTZEN
- Sie gewinnen Wettbewerbsfähigkeit bei Ihren Exporten
- Sie lernen, den passenden Einsatz von Vorprodukten zu beurteilen, um mögliche Präferenzvorteile zu nutzen
- Sie machen Ihr Unternehmen prüfungssicher

ZIELGRUPPE / LEVEL
Das Seminar richtet sich an Unternehmen, die Im- und Exporte mit dem asiatischen Kontinent, insbesondere mit Japan abwickeln, insbesondere Zollsachbearbeiter/innen, die Ursprungsnachweise im Handel mit Japan ausstellen sollen und über erste oder geringe Kenntnisse im Präferenzrecht verfügen.
Für die Teilnahme sind erste Zollrechtskenntnisse erforderlich.

IHRE VORGESEHENE REFERENTIN
Bianka Wolfsteller, Referentin der bav

SEMINARABLAUF
Mittwoch, 03.04.2019
09.00 Uhr Beginn
10:30 Uhr Kaffeepause
12.15 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Seminarende

ORT
Bundesanzeiger Verlag GmbH
Neven DuMont Haus
Amsterdamer Straße 192
50735 Köln

ORGANISATORISCHES / ERWARTUNGEN AN DIE TEILNEHMER
Wir bauen zunehmend elektronische Medien und online verfügbare Quellen in unseren Seminaren ein. Bitte bringen Sie daher nach Möglichkeit einen internetfähigen Laptop mit zum Seminar.
Bis zwei Wochen vor Seminarbeginn können Sie Themen, fachliche Fragestellungen und Probleme einreichen, die bei im Forum – ggf. in kleinem Kreis- behandelt werden.

SEMINARGEBÜHR
Die Teilnahmegebühr beträgt 520,00 Euro zzgl. 19% Mehrwertsteuer.
In der Seminargebühr sind enthalten:
- Umfangreiche Seminarunterlagen in Print- sowie in Onlineversion
- bav-Teilnahmezertifikat
- Seminarverpflegung (Getränke, Mittagessen, Obst und weitere Pausenverpflegung)

ANSPRECHPARTNER / BERATUNG
Sollten Sie Rückfragen zu dem Seminar haben oder sich nicht sicher sein, ob das Seminar für Sie passend ist, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Ihr bav-Team
Sie erreichen uns telefonisch unter 0421 98 99 29-0, oder per Mail an kontakt@bav-seminar.net
Köln
520,00 EUR zzgl. 98,80 EUR (19%) MwSt.

03.04.2019 09:00 - 17:00

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